Vorträge, Exkursionen, Workshops
Ein wesentlicher Teil unserer Vereinsarbeit sind die Organisation von Vorträgen, Exkursionen und Workshops.
Unser Programm wächst ständig, schau immer wieder mal rein oder melde dich einfach zu unserem Infoverteiler an. Wir informieren dich dann per Mail über neue Vorträge, Exkursionen und geplante Projektarbeiten (Pflegeeinsätze u.ä.).
Geplant in nächster Zeit:
21. November 2025
Vortrag von Dr. Richard Zink, Leiter Vogelwarte Seebarn und Robin Kirchmair, Msc
Die Greifvögel am Wagram
19 Uhr Seminarraum Weritas, Marktplatz 44, Kirchberg am Wagram
Greifvögel und Eulen durchlebten schwierige Zeiten. Ihre Bestände brachen im 20. Jhdt. zusammen und erreichten vor etwa 50 Jahren ihre Tiefststände. Seither ging es durch gezielte Schutzmaßnahmen langsam wieder bergauf - lokal ausgestorbene Artenkehrten zurück. Im Vortrag wird die Situation am Wagram und in Niederösterreich eingegangen. Konkrete Aktivitäten werden angeregt und vorgestellt.
Eintritt freie Spende, keine Anmeldung erforderlich.
Eindrücke vergangener Veranstaltungen
In unserem ersten Jahr 2024 organisierten wir bereits einige Vorträge wie zum Beispiel über Fledermäuse mit Mag. Kathi Bürger von der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung, über Schwalben mit Mag. Christine Nagl von Birdlife und über die geschichtliche Entwicklung unserer Obstsorten mit Mag. Sigi Tatschl, sowie einer Exkursion zum Trockenrasen Ruppersthal. Workshops gab es bereits zum Thema Nisthilfenbau für Schwalben und Veredelung von Obstbäumen.
Kiebitz im Fokus: Spannender Vortrag im Weritas
Pressetext:
Kirchberg am Wagram – Ein informativer und zugleich eindrucksvoller Abend stand am 9. April 2026 im Weritas auf dem Programm. Der Verein „Wir für Natur“ lud zu einem Vortrag über den Kiebitz – eine Vogelart, die zwar vielen bekannt ist, deren Situation jedoch oft unterschätzt wird.
Referentin Christina Nagl, die erst kürzlich aus der Karenz zurückgekehrt ist, berichtete aus erster Hand von ihrer aktuellen Arbeit im Tullnerfeld. Dort ist sie derzeit intensiv damit beschäftigt, Kiebitz-Nester aufzuspüren und zu markieren. Diese praxisnahen Einblicke machten den Vortrag besonders lebendig.
Der Kiebitz, Vogel des Jahres 2026, ist ein Zugvogel, der von Februar bis Oktober in Mitteleuropa lebt und im Mittelmeerraum überwintert. Charakteristisch sind sein auffälliger Federhaarschopf, das schimmernde Gefieder des Männchens und sein unverwechselbarer Ruf. Als Koloniebrüter bevorzugt er heute offene Ackerflächen, da frühere Lebensräume wie Feuchtwiesen kaum mehr vorhanden sind.
Neben spannenden Details zur Lebensweise – etwa dass ein Gelege meist aus vier Eiern besteht und die Jungvögel „Pulli“ genannt werden – wurde auch die ernste Lage deutlich: Mit nur noch rund 3.800 bis 6.900 Brutpaaren hat sich der Bestand in Österreich in den vergangenen 25 Jahren halbiert. Der Kiebitz steht damit auf der Roten Liste gefährdeter Arten.
Ein wichtiger Ansatz zum Schutz ist die enge Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft. BirdLife Österreich arbeitet gemeinsam mit Landwirten und dem Landwirtschaftsministerium daran, Nester zu schützen. Das sogenannte „Ausstecken“ – also das Markieren von Nestern mit Stäben oder GPS – hilft, Gelege vor der Bearbeitung der Felder zu bewahren. Auch moderne Technik wie Infrarot-Drohnen kommt künftig vermehrt zum Einsatz.
Eine erfreuliche Wortmeldung eines anwesenden Landwirts: Er konnte im Sommer bis zu 1.000 Kiebitze bei einer ehemaligen Schottergrube in Absdorf beobachten – ein selten gewordenes Bild.
Der Vortrag zeigte klar: Der Schutz des Kiebitz ist nur gemeinsam möglich – und wichtiger denn je.
10. Oktober 2025
Vortrag von Wolfgang Pegler
Vogelparadies Wagram
Der Wagram hat für einige Vogelarten eine überregionale Bedeutung. Wiedehopf, Steinkauz und Bienenfresser haben hier eines ihrer Verbreitungsschwerpunkte in Österreich. Lässt sich davon ableiten, den Wagram als Vogelparadies zu bezeichnen? Wie weit sind die Probleme, mit der unsere Vogelwelt zu kämpfen hat, auch an deren Beständen im Gebiet des Wagrams abzulesen?
27. Juni 2025
Tullnerfelder Schmetterlingsvielfalt - Vortrag von Marion Jaros, Biotechnologin
